Corona-Krise trifft auch Online-Handel: Zalando schreibt rote Zahlen

Corona-Krise trifft auch Online-Handel
Zalando schreibt rote Zahlen im ersten Quartal

Umsatzeinbußen auch bei Zalando

Während kleinere Einzelhändler erleichtert sind, dass sie in der Corona-Krise demnächst wieder öffnen dürfen, waren Ladenschließungen für Zalando kein Problem. Denn dort gibt es Mode per Klick im Onlineshop nach Hause geliefert. Trotzdem schrieb der Online-Modehändler im ersten Quartal rote Zahlen.

 

Zalando ergreift Sparmaßnahmen

Das Minus von Zalando im ersten Quartal liegt zwischen 90 und 110 Millionen Euro. Um Geld zu sparen, hat Zalando deswegen jüngst sein Werbebudget eingefroren. Der Vorstand verzichtet auf ein Viertel seiner Bezüge. Doch auch die Mitarbeiter sind von den Sparmaßnahmen betroffen. Eine versprochene Gehaltserhöhung bekommen sie nun ein Jahr später als erwartet. Insgesamt will Zalando so 350 Millionen Euro sparen.

 

Corona-Krise: Geld bei Kunden sitzt nicht mehr so locker

Obwohl es Mode zuletzt fast nur noch online zu kaufen gab und die Konkurrenz in den Innenstädten damit quasi ausgeschaltet war, hat Zalando die Corona-Krise zu spüren bekommen. Beim Kunden sitzt das Geld längst nicht mehr so locker wie früher.

Handelsexperte Jörg Funder vom Institut für Internationales Handels- und Distributionsmanagement erklärt im Gespräch mit RTL, woran das liegt: “Wir merken einfach, dass mit der Corona-Krise und den Unsicherheiten, die diese bringt, der Kunde eigentlich vorrangig erstmal das absolut Notwendige kauft. Lebensmittel, Hygieneprodukte – aber Bekleidung und langelebige Güter bleiben eigentlich liegen.”

Im Moment ist vielen also nicht nach Shopping zumute, beim Geldausgeben beschränken sich die meisten auf das Nötigste. Nicht nur Zalando hat daran zu knabbern, sondern auch andere große Textilhersteller, wie zum Beispiel der Sportartikel-Gigant Adidas.

Um das Geschäft wieder anzukurbeln, werden wohl viele Modehersteller- und ketten demnächst auf große Rabattaktionen setzen.

Zalando bleibt positiv

Die Geschäftsziele für das Jahr 2020 hat Zalando schon runtergeschraubt. Trotzdem bleibt der Konzern optimistisch. Auf längere Zeit sieht sich Zalando sogar als möglicher Gewinner der Corona-Krise.

Laut Handelsexperten Jörg Funder ist diese Zuversicht berechtigt. Dadurch, dass wir uns in der Corona-Krise daran gewöhnt haben, mehr online zu kaufen, könnten wir nach der Krise auch dabei bleiben.

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